41 Bioenergiedörfer bewarben sich im Wettbewerb Bioenergiedörfer 2012

Karte Bewerber Wettbewerb Bioenergiedörfer 2012

Pünktlich zum Bewerbungsschluss am 1. Juni 2012 reichten die letzten Bioenergiedörfer ihre Unterlagen bei der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) ein. Die FNR betreut den bundesweiten Wettbewerb des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV). Gesucht wurden außerordentliche Beispiele für dezentrale Energieversorgung in Kommunen. Das BMELV möchte drei besonders innovative Bioenergiedörfer auszeichnen, die die effiziente Nutzung von Bioenergie in hervorragender Weise mit regionaler Entwicklung verknüpfen, die Bevölkerung vor Ort in die Prozesse entscheidend einbinden und die Nutzung von Bioenergie aktiv in das Regionalmarketing integrieren. Letztendlich soll das Engagement der Bürgerinnen und Bürger vor Ort geehrt und die guten Beispiele der Öffentlichkeit präsentiert werden, um damit für regionale Energieversorgungskonzepte auf der Basis von Biomasse zu werben.

Die meisten Bioenergiedörfer haben sich aus Süddeutschland (Bayern und Baden-Württemberg) beworben, gefolgt von Niedersachsen. Dies ist nicht überraschend, denn in diesen drei Bundesländern verzeichnet die FNR auch die meiste Aktivitäten im Bereich der dezentralen Energieversorgung. Aber auch Bundesländer wie Mecklenburg-Vorpommern oder Brandenburg holen auf: Durch die Aktivität des Bioenergiedorf Coaching M-V zum Beispiel und der neu gegründeten Genossenschaft „(Bio)EnergieDörfer eG“ konnten laut der Genossenschaft 80 Gemeindebeschlüsse zur Gründung von Bioenergiedörfern gefasst werden, ca. 10 Machbarkeitsstudien sind abgeschlossen, weitere werden folgen. Es ist daher zu erwarten, dass die Anzahl der sich entwickelnden Bioenergiedörfer auch im Osten Deutschlands weiter zunehmen wird.

Dezentrale Bioenergie-Erzeugung und –Nutzung, also die Energiebereitstellung durch kleinere Anlagen in Verbrauchernähe, spielt bei der Energiewende eine wesentliche Rolle und hat zudem für die Bürgerinnen und Bürger viele Vorteile. Das BMELV fördert in diesem Bereich auch weitere Projekte, zum Beispiel die Bioenergie-Regionen und die Regionale Bioenergieberatung.

Quelle: News der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) vom 26.06.12