Wettbewerb "Bioenergiedörfer 2012"

Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz zeichnete die Dörfer Schlöben (Thüringen), Oberrosphe (Hessen) und Großbardorf (Bayern) als „Bioenergiedörfer 2012“ aus. Mit ihrem ganzheitlichen Konzepten, innovativer Technik, dem effizienten Umgang mit Ressourcen und überdurchschnittlichem bürgerschaftlichen Engagement konnten die drei Orte die Jury des Wettbewerbs überzeugen. „Unsere Bioenergiedörfer sind allesamt Vorreiter der Energiewende in Deutschland und damit ein Aushängeschild für eine klimafreundliche Energieversorgung im ländlichen Raum, die von einer breiten Zustimmung der Bürgerinnen und Bürger getragen wird“, gratulierte Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner den Gewinnern.

Der Wettbewerb „Bioenergiedörfer 2012“ würdigte das bürgerschaftliche Engagement der Orte und Gemeinden und trägt dazu bei, auch andere Kommunen zu einer Umstellung auf regenerative Energien zu motivieren. Vorraussetzung für eine Teilnahme am Wettbewerb war, dass die Orte und Gemeinden mehr als die Hälfte ihres Energiebedarfs aus regionaler Biomasse erzeugen. Im Jahr 2012 haben sich 41 Bioenergiedörfer mit vielfältigen Konzepten um die Auszeichnung beworben. Die Jury achtet bei ihrer Bewertung vor allem auf die Höhe des Versorgungsgrades mit Bioenergie, den nachhaltigen Umgang mit Biomasse, eine innovative und effiziente Anlagentechnik, die Einbindung der Bevölkerung und eine öffentliche Kommunikation des Projekts. „In Zukunft wird es immer wichtiger, die Menschen vor Ort in Städten und Gemeinden von energiepolitischen Innovationen zu überzeugen. Gerade durch die Kombination aus Bürgerbeteiligung, vorzüglicher erneuerbarer Energieerzeugung und Wertschöpfung kann die Energiewende zum Erfolg werden. Die dezentrale Erzeugung und Nutzung von Bioenergie spielt bei der Energiewende eine wesentliche Rolle und bringt dem ländlichen Raum viele Vorteile“, sagte Bundesministerin Aigner.

Die Preise „Bioenergiedorf 2012“ wurden im Rahmen der Messe „BioEnergy Decentral“ am 14. November in Hannover vergeben. Alle drei Kommunen erhielten vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz die Auszeichnung „Bioenergiedorf 2012“ sowie ein Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro. Die Preisgelder stehen den prämierten Bioenergiedörfern für die Weiterentwicklung ihrer Konzepte zur Verfügung.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.wege-zum-bioenergiedorf.de